BLOG: #1 Start-up scheitert? 3 Wege weiter!

Das Startup steht vor dem Ende & der Frust ist groß. Kommt dir das bekannt vor? Aber es gibt Wege hinaus! In diesem Artikel zeige ich dir 3 Wege – und erzähle dir, was das Scheitern von Startups ganz normal ist, und zeige, was das mit Harry Potter und der Zahl 12 zu tun hat.

Der Albtraum wird wahr!

Nicht genug Umsätze, unzureichende Ressourcen und eine mangelnde Nachfrage am Markt –  der Albtraum eines jeden Unternehmers! Sich als Entrepreneur einzugestehen, dass das eigene Start-up am Scheitern ist, ist extrem schwer.

Glücklicherweise muss das aber nicht gleichzeitig das Aus der Selbstständigkeit sein. Misserfolge sind Teil des Unternehmertums und geben uns allen eine Chance als Unternehmer zu wachsen.

Startups dürfen Scheitern

Vor meinem jetzigen Unternehmen “Caps Keeper“, hatte ich mich an meiner ersten Start-up-Idee „Friendsome“ versucht – mit einigen Schwierigkeiten: Probleme mit Mitarbeitern, fehlendes Benutzerwachstum – und oben drauf bedrohten neue Datenschutz-Gesetze das Geschäftsmodell. Friendsome wurde nicht zu dem Selbstläufer so, wie ich es mir erhofft hatte. Ich wusste nicht weiter.

Es gibt ein Sprichwort der Dakota indianer, das heißt: “Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, dann steig ab.” Ich hatte zu dem Zeitpunkt das Gefühl, dass Friendsome das tote Pferd in meinem Leben war, weswegen ich schweren Herzens auch irgendwann beschloss mein erstes Start-up loszulassen. Ich bin aber durch Friendsome auf den Geschmack des Unternehmertums gekommen und wusste, dass ich trotz allem einen anderen Weg finden möchte, um meine Visionen umzusetzen und Unternehmerin meines eigenen Lebens zu werden.

Rückschläge im Leben sind ganz normal und sind unser Schlüssel zum Wachstum. Hier ist der Perspektivwechsel das allerwichtigste: Die Erkenntnis, dass man etwas ändern oder aufgeben muss, ist bereits der nächste große Schritt in Richtung Erfolg. Das kann weh tun, ist aber auch mutig: Nur, wenn du deine Grenzen kennst, kannst du irgendwann über sie hinauswachsen.

Der nächste Schritt ist es nun zu entscheiden, welchen Weg du einschlagen möchtest. Ich habe drei Wege für dich:

Weg 1: Mach’s anders!

Oftmals hängt man an einer bestimmten Idee so sehr, dass man sie nicht komplett aufgeben kann. Kein Problem – vielleicht hilft ja eine frische Perspektive auf das Problem?

Zurück an den Start! Wichtig ist jetzt zu prüfen, wo man hin wollte, und wo man angekommen ist: Viele von uns fangen mit einem einfachen Business-Plan an, der aber nach einiger Zeit in Vergessenheit gerät. Es gibt unendlich viele Gründe, warum ein Start-up scheitern kann, und es liegt nun an dir deinen ursprünglichen Business-Plan zu nehmen und genau zu prüfen, was schiefgelaufen ist.

Identifiziere die Schwachstellen und Stärken deines Unternehmens. Tools wie die SWOT-Analyse helfen dir die Stärken, Schwächen, Gelegenheiten & Bedrohungen für dein Geschäftsmodell zu identifizieren. Hol ruhig Freunde oder Geschäftspartner dazu – mehr Augen und verschiedene Sichtweisen helfen dir dein Geschäftsmodell besser zu prüfen.

Wahrscheinlich hast du jetzt neue Erkenntnisse: Die Kundengruppe stimmt nicht, oder das Produkt muss sich ändern. Das kann jetzt zum Pivot führen – einem Richtungswechsel für ein Startup. Hier konzentrierst du dich auf deine Stärken und baust dein Produkt um sie herum neu auf.

Meine Buch-Empfehlungen für dich:

  • „Pivot“ von Adam Markel – Adam Markel gibt tolle Einblicke in den Prozess der Neuerfindung eines Unternehmens
  • „Lean Startup: Schnell, risikolos und erfolgreich Unternehmen gründen“ von Eric Ries – diese Methode ist ein tolles Werkzeug, schnell & günstig neue Geschäftsideen zu testen.

Weg 2: Mach was neues!

Dein Startup war nicht mehr zu retten? Kommt vor – aber kein Grund aufzugeben! 

Ich persönlich wusste, dass Friendsome nicht das Richtige für mich war, ich aber weitere meine Vision erfüllen wollte: Selbsterfüllung und Menschen helfen. Das würde ich weiterhin – nur anders! So ist dann mein nächstes Startup entstanden – Caps Keeper.

Also: Erinnere dich daran warum du überhaupt Unternehmer werden wolltest. Sei dir genau bewusst darüber, welche Mission und Vision du hast und was du bewegen möchtest in der Welt.

Nun ist die Frage: Wie komme ich an die nächste Start-up Idee? Hol dir Inspiration! Egal ob online oder offline, hier sind ein paar Tipps:

  1. Manchmal will man einfach etwas Frust ablassen. Und wenn andere noch was davon lernen können – umso besser. Bei den Fuck Up Nights erzählen Unternehmer von Ideen, die gescheitert sind, und wie sie dadurch gewachsen sind.
  2. Danach wird’s mal Zeit, sich nach Neuem umzusehen! Auf meetup.org findest du Veranstaltungen aller Art – auch Treffen von Startup-Gründern und solchen, die es werden wollen.
  3. Keine Zeit, viel unterwegs zu sein? Auf startus.cc suchen Startup-hungrige Menschen Co-Founder und Startups und präsentieren ihre Ideen. Vielleicht ist hier deine nächste Inspiration?

Weg 3: Selbständigkeit ade – hallo Karriere!

Gescheitert? Macht nichts! Aufstehen, Staub abklopfen, und weiter geht’s!

Manchmal muss man sich an etwas ausprobieren, bevor man so richtig weiß ob es einen erfüllt oder nicht. Das Wichtigste: Du hast die Erfahrung als Unternehmer gemacht und hast dich dadurch besser kennengelernt. Das war extrem mutig von dir – denn du hast gemacht, wovon andere nur reden!

Jedes Ende hat auch einen neuen Anfang – und Entrepreneurship ermöglicht uns allen, neue Skillsets zu entwickeln und in all unseren Karrieren zu wachsen. Ehemalige Selbstständige sind stark auf dem Jobmarkt gefragt und überzeugen durch Erfahrung, Biss Nischenwissen.

Meine Tipps für deinen nächsten Job:

  1. Überlege dir: Was hast du mit deinem Startup gelernt, das neu ist und nicht jeder kann? Startups lösen neue Probleme – und das Wissen dafür ist meistens noch rar. Du kannst etwas, das nicht jeder kann, finde es heraus!
  2. Jetzt wo du deine Stärken kennst, frage dich: Wer könnte meine Skills brauchen? Mitbewerber aus der Startup-Szene und große Unternehmen, gegen die du angetreten bist suchen Menschen mit genau deinem Wissen!
  3. So, jetzt ab zur Bewerbung! Strecke deine Fühler aus, knüpfe Kontakte mit potentiellen Arbeitgebern. Bitte bestehende Kontakte um Intros – so wird der Einstieg leicht, und das erste Gespräch weniger formell.

Positiv bleiben: Es gibt immer einen Weg!

Auch wenn es schwer ist, vom eigenen Start-up loszulassen, denke daran, dass es immer einen anderen Weg gibt. Und selbst wenn ihr wieder und wieder scheitert, lasst dies nicht der Grund sein, warum ihr aufgebt:

  1. K. Rowling wurde erst mit 42 so richtig erfolgreich, nachdem die Harry Potter Reihe 12-mal abgelehnt wurde. Sie hat trotz allem nie aufgegeben, weil sie an sich selber und ihre Vision geglaubt hat.

Also mein Appell an euch: Bleibt stark, schaut nach vorne und geht dem nach was ihr in euren Herzen verspürt. Auch wenn es oft nicht so scheint, den Weg, den ihr wählen wird, wird genau der Richtige für euch sein.